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03 Rüedisbach

Bis 1800 bestand Rüedisbach aus zwei altbernischen, zinspflichtigen Lehenshöfen, die um 1650 im Besitz der Familie Mathys (Ober-Rüedisbach) und der Jost von Brechershäusern (Unter-Rüedisbach) waren.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Rüedisbach mit dem Schulhausbau von 1834, mit der Speisewirtschaft Schlüssel, Schmiede, Käserei, Bäckerei, Lädeli… zu einem Dörfli mit Zentrumsfunktion der umliegenden Weiler und Höfe. Im 20. Jahrhundert kamen eine eigene Post (mit Postautoverkehr nach Wynigen), ein neues Schulhaus und ein vielseitiges Gewerbe dazu.

Wie andere dorfähnliche Weiler im Emmental erlebte dann Rüedisbach in den letzten dreissig Jahren einen Strukturwandel mit massivem Rückgang an Infrastruktur. Durch die Industrialisierung der Milchverarbeitung kam es zur Einstellung des Käsereibetriebes, die Zentralisierung der Schulen führte zur Aufgabe des Schulhauses (2010), durch die gesteigerte Mobilität «starben» die Lädeli und auch die Wirtschaft Schlüssel stellte den Betrieb ein. 1998 wurde die Post geschlossen. Etwa die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe mussten ebenfalls aufgeben. Das Gewerbe hingegen nahm zu. Im Zuge des Schulhaus-Neubaus 1973 wurde in Rüedisbach Bauland eingezont und seither sind einige Häuser gebaut worden.

Rundwanderung und Porträt Rüedisbach PDF zum Download siehe unten.

03 Rüedisbach
3474 Rüedisbach
Ober-Rüedisbach, Foto Hans Schuler, 2021
Ober-Rüedisbach, Foto Hans Schuler, 2021

Zugehörige Objekte

Name
03_Rüedisbach Porträt (PDF, 4.35 MB) Download 0 03_Rüedisbach Porträt
03_Rüedisbach Rundwanderung (PDF, 1.19 MB) Download 1 03_Rüedisbach Rundwanderung